Wie Bewegung im Körper wirklich gesteuert wird, hängt maßgeblich von der Verarbeitung sensorischer Informationen im Nervensystem ab. Genau diesem Ansatz widmet sich die Kursreihe „Rezeptorbasierte Therapie“ in Heidelberg, in der moderne Methoden der funktionellen Neurologie mit praktischer Therapie- und Trainingsarbeit verbunden werden. Jens aus unserem Praxisteam hat daran in zwei Modulen teilgenommen (Level 1: 06.–08.02.2026 / Level 2: 24.–26.04.2026).
Im Zentrum steht das Prinzip „Input vor Output“: Bewegung entsteht nicht allein im Muskel, sondern wird durch Sinnesreize im Nervensystem vorbereitet und gesteuert. Diese Signale beeinflussen unter anderem Koordination, Muskelspannung und Stabilität.
Viele Einschränkungen in Bewegung und Leistung lassen sich daher nicht ausschließlich strukturell erklären, sondern gehen häufig mit einer veränderten sensorischen Verarbeitung einher. Genau hier setzt die Rezeptor-basierte Therapie an.
In Level 1 standen die Grundlagen der Rezeptorarbeit im Vordergrund. Jens lernte, über Muskeltests, Palpation und Funktionstests mögliche Störungen der Körperwahrnehmung zu erkennen und einzuordnen. Auch Einflussfaktoren wie Verletzungen, Narben, Überlastung oder einseitige Bewegungsmuster wurden dabei berücksichtigt.
In Level 2 wurden die Inhalte erweitert und vertieft. Zusätzlich wurden das Gleichgewichtssystem (Vestibularsystem) sowie weitere Rezeptorarten in die Diagnostik einbezogen. Der Fokus lag auf einer präziseren Befundung und erweiterten Techniken zur Verbesserung der neuromuskulären Steuerung.
Die Fortbildung bot viele praktische Ansätze, um Bewegungsqualität aus einer neuro-funktionellen Perspektive zu betrachten und Therapie sowie Training gezielt zu erweitern. Jens konnte dadurch wertvolle Impulse für die tägliche Arbeit in unserer Praxis mitnehmen.

